De Crem verkauft neue Panzerfahrzeuge

Das Verteidigungsministerium wird 40 neue Panzerfahrzeuge vom Typ Piranha III noch vor der Lieferung verkaufen. Laut Verteidigungsminister De Crem genügt das Material den NATO-Standards nicht und ist deshalb überflüssig.

Der flämische Christdemokrat Pieter De Crem ist bis zum Antreten einer neuen belgischen Regierung noch für die laufenden Amtsgeschäften seines Ressorts zuständig. De Crem findet, die bestellten Panzerfahrzeugen seien überflüssig, weil sie mit einem 90 mm Geschütz ausgerüstet sind, das von keinem anderen NATO-Land benutzt wird.

Die Fahrzeuge waren 2006 von De Crems Vorgänger, dem wallonischen Sozialisten André Flahaut (Foto) bestellt worden. Schon damals sorgte dies für eine Kontroverse. Die Panzerfahrzeuge werden in der Schweiz gebaut, aber das Geschütz wird in Lüttich hergestellt und ein Betrieb in Wallonisch-Brabant, dem Wahlkreis von Flahaut, sollte die Munition liefern.

De Crem entschied nun, dass die Panzerfahrzeuge nicht an der Truppenparade am belgischen Nationalfeiertag am Mittwoch, den 21. Juli, teilnehmen werden. Auch sollen sie nicht zum Einsatz kommen. Das Verteidigungsministerium sucht nun einen Käufer.