Eurostar: Steigende Fahrgastzahlen

Eurostar, die Schnellzugverbindung von Brüssel und Paris nach Großbritannien, konnte ihre Einnahmen durch Fahrkartenverkäufe im ersten Halbjahr 2010 um knapp 18 % steigern, was einem Fahrgastanstieg um 6 % entspricht.

Einer der Gründe für diesen Anstieg ist zweifellos der Run auf die Eurostar-Züge, nachdem eine Aschewolke nach einem Vulkanausbruch auf Island den europäischen Flugverkehr tagelang lahmlegte. Seiner Zeit setzte die britisch-belgische Eurostargesellschaft 70 Zusatzzüge ein und beförderte rund 100.000 Reisende mehr als normal.

Doch auch die Zahl der Eurostar-Fahrgäste aus Deutschland und den Niederlanden, die über Brüssel nach London fahren wollen, ist deutlich angestiegen.

Besonders groß war das Plus aus Deutschland: 39 % Fahrgäste mehr als im ersten Halbjahr 2009 fuhren mit dem Eurostar nach London. Der Grund liegt auf der Hand: Kürzere Fahrzeiten, schnelle Anschlüsse im Bahnhof Brüssel Süd/Midi und der neue zentrumsnahe Eurostar-Bahnhof in London St. Pancras (Foto).

Nach Angaben von Eurostar locken ein höherer Komfort, die ruhige Reise und die Tatsache, dass man hier von Stadtzentrum zu Stadtzentrum fahren kann.

250 Reisende durch den Kanaltunnel

Der Kanaltunnel (Foto) ist mit seiner Schienenverbindung zwischen dem europäischen Festland und den britischen Inseln unter dem Ärmelkanal seit sechs Jahren in Betrieb. Seitdem nutzten bereits 250 Millionen Reisende diese Verbindung.

Die 250millionste Reisende war eine Frau aus Belgien, die in London arbeitet und jedes Wochenende nach Hause fährt. Täglich können bis zu 43.000 Reisende durch den Kanaltunnel befördert werden.