Nothilfe für Deutschen in Belgien

Auf der Suche nach einer Sauerstoffkammer für einen 67jährigen mit Rauchvergiftung wurde die Feuerwehr von Düsseldorf erst in Belgien fündig. Die entsprechende Anlage der Düsseldorfer Uni hat Betriebsferien und andere NRW-Kliniken konnten nicht helfen.

Bei einer Rettungsaktion holte die Feuerwehr von Düsseldorf am Freitagmorgen einen 67jährigen Mann in letzter Sekunde aus einem brennenden Mietshaus. Doch die zweite Phase der Rettung verlief weitaus dramatischer, wie "Der Westen“, das Portal der WAZ-Mediengruppe, meldet.

Der Gerettete hatte Rauch und Kohlenmonoxid eingeatmet und befand sich in Lebensgefahr. Aber kein Hubschrauber und keine Klinik für die lebensrettende Behandlung in einer Sauerstoff-Druckkammer war zu finden. Düsseldorf war bei diesem Rettungseinsatz auf das Ausland angewiesen. Nur eine Klinik im belgischen Lüttich verfügte über einen freien Platz in der Druckkammer.

Die einzige Sauerstoffkammer in Düsseldorf, die der Uni-Klinik, ist derzeit wegen Betriebsferien geschlossen. Die Disponenten in der Leitstelle der Feuerwehr versuchten in anderen NRW-Kliniken Hilfe zu finden, doch Aachen, Minden und Münster hatten keinen Platz frei.

Rettungshubschrauber kam aus Münster

Während der Suche nach einer geeigneten Klinik bemühte sich die Leitstelle der Feuerwehr gleichzeitig um einen Rettungshubschrauber für den Schwerstverletzten. Doch auch hier war keine schnelle Hilfe möglich und den Disponenten wurde gemeldet, dass gerade alle Helikopter im Einsatz waren. Nur der Hubschrauber aus Münster war noch frei. Inzwischen gelang es der Feuerwehr endlich, eine Druckkammer in Lüttich zu ordern.

Der Pilot flog den Rentner ins Krankenhaus nach Lüttich, von wo aus einige Stunden später die erlösende Nachricht kam, dass der Patient noch künstlich beatmet werden müsse, aber dass sich sein Zustand gebessert habe. Der Mann war außer Lebensgefahr. Er verdankt sein Leben der Düsseldorfer  Feuerwehr und seinen Disponenten sowie dem Personal der Lütticher Klinik.