4x400 Meter: Bronze für Belgiens Männer

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Barcelona hat Belgien bei der 4×400 Meter Staffel Bronze geholt. Gold und Silber holten Russland und Großbritannien.

Für Belgien liefen Arnaud Destatte, Kevin Borlée, Cédric Van Branteghem und Jonathan Borlée.

Arnaud Destatte lief als Erster. Nach einer eher schwachen Runde überreichte er die Staffel dem Europameister Kevin Borlée.

Borlée holte auf und gab den Stab an Van Branteghem weiter, der alles aus sich herausholte und als Zweiter den Stab dem letzten Läufer weiterreichte.

Jonathan Borlée sollte die Arbeit erledigen, aber Krasnov (Vierter beim individuellen 400-Meter-Lauf) hatte bereits einen Vorsprung. Borlée schien wenigstens Silber holen zu können, aber er musste am Ende noch den Briten Martyn Rooney vorbei lassen.

Die Belgier blieben mit 3'02"60 knapp über ihrem belgischen Rekord von 2'59"37, den sie bei den Olympischen Spielen von Peking liefen. 

Dies war übrigens die dritte Medaille für Belgien bei dieser EM in Barcelona.

Frauenstaffel wegen Fehler disqualifiziert

Bei der 4×100 Meter Staffel der Frauen wurde das belgische Team wegen eines Fehlers beim Stabwechsel disqualifiziert.

Beim Stabwechsel zwischen Elodie Ouedraogo und Frauke Penen passierte der Fehler. Die Ukraine holte Gold vor Frankreich und Polen.

"Es ist schon merkwürdig, dass ein Profiteam in den beiden wichtigsten Momenten der Saison, beim Europapokal und bei den Europameisterschaften, den Stab fallen lässt", wundert sich der Sportjournalist der VRT David Naert.

"Für die Ausstrahlung des Teams ist das verhängnisvoll, denn das Team hätte ein gutes Ergebnis so nötig gehabt. Es ist auch verhängnisvoll für das Vertrauen. Diesen Schlag werden sie noch lange spüren."

Tia Hellebaut nur Fünfte

Tia Hellebaut hat ihren europäischen Titel im Hochsprung nicht verlängern können. Sie versagte im Finale in Barcelona bei 1,99 Meter und erreichte nur den fünften Platz.

Gold holte die Kroatin Blanka Vlasic.

Hellebaut verteidigte den Titel, den sie vor vier Jahren in Göteborg holte. Inzwischen wurde sie auch Olympiasiegerin und nahm Abschied vom Leistungssport, um Mutter zu werden.

Seit ihrem Comeback ist Hellebaut (ihr persönlicher Rekord liegt bei 2,05 Meter) nicht höher als 1,95 Meter gesprungen. Hierfür hatte sie nun zwei Versuche nötig.

Als die Latte auf 1,97 gelegt wurde, hatte Hellebaut mehr Mühe. In ihrem dritten Versuch konnte sie diese Höhe jedoch überschreiten.

1,99 Meter schaffte sie nicht mehr. Vlasic, Green und Friedrich gelang dies hingegen.

Letztlich sprang Blanka Vlasic als einzige über 2,03 Meter. Emma Green holte Silber und Ariane Friedrich Bronze.