ING zieht Rentner-Limit wieder zurück

Nach einer heftigen Protestwelle sieht die ING-Bank in Belgien von dem Vorhaben ab, Rentnern ab 60 nur noch ein monatliches Abheben von 1.000 € von ihrem Konto zu gewähren. Seniorenverbände, das Zentrum für Chancengleichheit und die öffentliche Meinung griffen das Vorhaben scharf an.

Die ING kündigte am Dienstag an, über 60jährigen Senioren ab dem 11. August beim monatlichen Geldabheben am Automaten ein Maximallimit von 1.000 € zu gewähren. Eigentlich beträgt ein Abhebelimit 2.500 €.

Nach eigenen Angaben wollte die ING ältere Kunden auf diesem Weg besser gegen Betrug und Diebstahl schützen.

Damit folgte das Kreditinstitut einer Empfehlung des Ombudsdienstes der Banken, der der Ansicht ist, das ältere Bankenkunden vor Diebstahl, Betrug oder damit zusammenhängende Gewalt geschützt werden müssen.

Doch hatte die ING wohl nicht mit einer solchen Welle des Protestes gerechnet. Der Rentnerverband "Senior Flex“ rief seiner Mitglieder dazu auf, ihr Geld anderen belgischen Banken anzuvertrauen und das belgische Zentrum für Chancengleichheit sah in dieser Maßnahme einen Fall von Diskriminierung.

Nachdem sich auch mehrere Bundespolitiker den Protesten anschlossen und die Konkurrenz mitteilte, eine solche Regelung nicht einführen zu wollen, zog die ING die Pläne noch am Mittwochabend in einer Mitteilung offiziell zurück.