Libanon: Minensuche zeitweise ausgesetzt

Die belgischen Blauhelmsoldaten, die an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon Minen und andere Sprengkörper räumen, hatten sich nach einem Feuergefecht kurzzeitig zurückgezogen.

Am vergangenen Dienstag war es an der Grenze zwischen Israel und Libanon zu einem Feuergefecht gekommen, wobei vier Menschen getötet wurden. Dabei handelte es sich um drei Libanesen - zwei Soldaten und ein Journalist - und um einen hohen israelischen Offizier.

Das Gefecht fand etwa 13 km von Tibnin statt, wo die belgischen Kampfmittelräumer und andere Blauhelmsoldaten aus unserem Land - insgesamt etwa 150 Militärs - stationiert sind.

Die belgischen Soldaten waren nicht in die Gefechte verwickelt. Trotzdem unterbrachen sie ihren Auftrag aus Sicherheitsgründen. Im Laufe des Donnerstags beruhigte sich die Lage und die Minenräumer nahmen ihre Arbeit wieder auf. Nach Angaben des belgischen Verteidigungsministeriums bleiben die Soldaten vorläufig äußerst wachsam.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen rief Israel und den Libanon zu Ruhe und Besonnenheit auf und bat die Konfliktparteien, die so genannte "Blaue Linie“ zu respektieren.

Diese Demarkationslinie wurde im Rahmen des Friedensabkommens zwischen beiden Ländern nach dem bewaffneten Konflikt 2006 festgelegt. Hier liegt auch das Aufgabengebiet der belgischen Kampfmittelräumer.