Streik: Keine Küstentram, kein Bus

Die Fahrer der Straßenbahnen und Busse der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn streiken an der belgischen Küste. Für De Lijn kommt diese Aktion unerwartet, für die Fahrgäste ebenfalls.

Die Nachricht wurde von der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn bekannt gegeben und kommt mitten in der Touristensaison sehr ungelegen. Die Gesellschaft rechnet mit ernsthaften Störungen der öffentlichen Verkehrsmittel an der Küste.

Anlass für den Protest der Fahrer sind veränderte Arbeitsregelungen und Sparmaßnahmen, die die flämische Gemeinschaft dem Unternehmen aufzwingt.

De Lijn sagt, dass sie von der anstehenden Protestaktion überrascht sei. Laut der Nahverkehrsgesellschaft seien die Maßnahmen notwendig, um die Arbeitskosten zu senken.

Der Sprecher von De Lijn, Dirk Schockaert, betonte: "Momentan befinden wir uns in einer der schwersten Wirtschaftskrisen. Jede Menge Unternehmen müssen ihr Budget und ihre Arbeitsweise reformieren. Auch unser Budget ist kleiner geworden. Die Folge ist, dass wir bestimmte Dinge anders organisieren müssen. Wir werden aber sicher keine Mitarbeiter entlassen. Wir garantieren allen Arbeitsplatzssicherheit".

Die Direktion bedauert, dass die Streikankündigung noch vor Verhandlungen zwischen der Direktion und den Gewerkschaften eingereicht wurde. Im Laufe des Donnerstags weitete sich der Streik aus und in der gesamten Provinz Westflandern kam es zu Arbeitsniederlegungen. Auch in Brügge fuhren zeitweise keine Busse aus.