Spenden für Pakistan fließen nur langsam

Spenden für die Hilfe für die rund 20 Millionen Opfer der Überschwemmung in Pakistan fließen in Belgien bisher nur langsam. Außenminister Vanackere vertritt die EU bei der Sondersitzung der UN am Donnerstag.

Die belgischen Hilfsorganisationen Oxfam, Caritas, Handicap International, Ärzte der Welt und die hiesige Abteilung von Unicef sammelten bis zum vergangenen Wochenende rund 150.000 € an Spendengeldern ein.

Der Betrag scheint angesichts des Ausmaßes der Katastrophe in Pakistan eher gering, doch die Hilfsorganisationen erwarten in den kommenden Tagen höhere Beträge. Die Spendenbereitschaft der Belgier ist in Sachen Pakistan bei weitem nicht so groß, als nach dem Erdbeben in Haiti. Doch neue Regenfälle in Pakistan und weitere Medienberichte über die Not der Menschen dort, werden wohl für weitere Spenden sorgen, glaubt man bei Unicef Belgien.

Pakistan braucht in den kommenden Monaten rund 360 Millionen € zur Aufbauhilfe, zur Ernährung der Obdachlosen und zu deren medizinischer Versorgung. Weltweit ist erst rund ein Drittel der Summe zusammengekommen. Der belgische Staat macht 4 Millionen € für humanitäre Hilfe frei und trägt mit weiteren 2 Millionen € zur Nothilfe über das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen bei.

Außenminister Vanackere bei der UN

Steven Vanackere (CD&V), der scheidende Außenminister unseres Landes, wird als Vertreter des belgischen EU-Vorsitzes die Europäische Union bei der Sondersitzung der Vereinten Nationen vertreten. Die Vollversammlung kommt am Donnerstag in New York zusammen, um sich mit der Situation nach der humanitären Katastrophe in Pakistan auseinander zu setzen.

Vanackere, der von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und von Kristina Georgieva, zuständig für die Humanitäre Hilfe in der Union, begleitet wird, wird vor der Vollversammlung der UN im Namen der Europäischen Union das Wort ergreifen.