Belgiens Energieplan mit Verspätung

Der belgische Aktionsplan zum Thema erneuerbare Energien sollte eigentlich schon vor den Sommerferien bei der EU-Kommission eingereicht werden. Doch bisher hat die Union von Belgien nur die provisorische Version eines Konzepts erhalten.

Das definitive Programm Belgiens, nach dem bis 2020 mindestens 13 % der zu nutzenden Energie aus erneuerbaren Energiequellen kommen soll, konnte aufgrund der Neuwahlen und den seit Juni andauernden Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung nicht rechtzeitig verabschiedet werden, wie Bundesenergieminister Paul Magnette (PS - Foto) entschuldigend angab.

Dies soll jedoch nach der vorgeschriebenen Konzertierung mit den Ländern und Regionen in Belgien bis Ende September nachgeholt werden, wie der scheidende Minister weiter erklärte.

Unterdessen haben mehrere Umweltorganisationen - u.a. der flämische Umweltverband Bond Beter Leefmilieu, Greenpeace und WWF-Belgien - das an den Tag gelegte Verhalten der geschäftsführend arbeitenden Bundesregierung als Nachlässig bezeichnet.

Eine Nachlässigkeit, die umso schwerer wiegt, da unser Land zurzeit den Vorsitz der Europäischen Union führt. Außerdem vertreten die Umweltverbände die Auffassung, dass unser Land durchaus in der Lage ist, 16 bis 18 % des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu erreichen.