Soziale Sicherheit in tiefroten Zahlen

Im Bereich der Krankenversicherung kann die Staatskasse bis zu 2 Milliarden € sparen. Dies ist aus einem Bericht der Kommission zur Haushaltskontrolle ersichtlich. Die soziale Sicherheit im Allgemeinen rutscht aber in den kommenden Jahren weiter in die roten Zahlen.

Der Bereich Krankenversicherung ist ein wichtiger Teil der sozialen Sicherheit in Belgien. Doch die soziale Sicherheit rutscht immer tiefer ins Minus. Nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung De Standaard, die Einblicke in den Bericht der Kommission zur Haushaltskontrolle erhielt, beläuft sich der Schuldenberg auf bis zu 23 Milliarden € in den nächsten sechs Jahren.

Dieses Haushaltsloch muss größtenteils über neue Anleihen und zusätzlichen Finanzspritzen aus der Staatskasse gefüllt werden, wie die Haushalts-Kontrollkommission erwartet.

Doch im Bereich Krankenversicherung kann offenbar recht einfach gespart werden - bis zu 2 Milliarden €.

Dazu müssen die dahingehenden Ausgaben allerdings schon im kommenden Jahr eingefroren werden und sollten demnach nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, um 4,5 % steigen. Schon dieser Eingriff könne eine Einsparung in Höhe von 1 Milliarde € einbringen, so der Bericht.

Zudem warten einige schon länger abgesprochene Sparmaßnahmen noch immer auf ihre Umsetzung und neue Ausgabenbereiche können neu geschätzt werden. Zu guter Letzt wird Krankenhäusern und Ärzten empfohlen, wirtschaftlicher mit Behandlungen umzugehen.