Vermittler nehmen am Dienstag Arbeit auf

André Flahaut (PS) und Danny Pieters (N-VA), die von König Albert II ernannten Vermittler, nehmen ihre Arbeit am Dienstag auf. Sie werden mit den sieben Parteivorsitzenden, die bislang Koalitionsgespräche führten, reden.

Flahaut (rechts im Bild) und Pieters (links im Bild) wollen diskret vorgehen. Als erstes werden sie mit der N-VA (flämischen Nationaldemokraten), der PS (französischsprachige Sozialisten), der CD&V (flämische Christdemokraten), der SP.A (flämische Sozialisten), Groen! (flämische Grünen), Ecolo (französischsprachige Grünen) und der CDH (französischsprachige Humanisten) an einem Tisch sitzen.

Unterdessen scheint aber auch, dass sowohl die flämischen als auch die französischsprachigen Liberalen an den Verhandlungen beteiligt sein wollen. Sie bieten zumindest ihre Hilfe an. Das zeigte sich in einem Interview mit Open VLD-Parteivorsitzenden Alexander De Croo in der VRT-Polittalkshow "De zevende dag" ("Der siebte Tag") und mit MR-Präsident Didier Reynders in "Mise au point", einer Sendung des frankophonen öffentlich-rechtlichen Senders RTBF.

Größte Partei Brüssels will mitreden

"Man fühlt eindeutig, dass Brüssel größter Diskussionspunkt ist", so Reynders. "Ich stelle fest, dass man die größte flämische Partei N-VA und die größte wallonische Partei PS für die Verhandlungen auserkoren hat, aber die größte Partei von Brüssel (also die liberale MR) war anscheinend nicht am Verhandlungstisch erwünscht. Ich bin der Meinung, dass wir uns jetzt mehr in diese Richtung bewegen sollten."