Leffe-Hefe im Stella-Bier

In der Brauerei von AB InBev in Löwen mussten mehrere tausend Liter Helles Bier der Marke Stella Artois vernichtet werden. Durch einen Fehler im Brauprozess wurde das Stella mit Hefe des Starkbieres Leffe vermischt, das ebenfalls dort gebraut wird.

In der heutigen Zeit der voll im Trend liegenden Mixbiere scheint die Idee, ein helles Traditionsbier, wie Stella Artois mit der Hefe eines Starkbieres, wie das InBev-Produkt Leffe zu vermischen, vielleicht gelungen - wenn es denn schmecken würde.

Doch in Wirklichkeit war die Vermischung von Leffe-Hefe mit Stella Artois-Bier ein Versehen, beziehungsweise ein Fehler im laufenden Brauprozess. Die Hefe des Abteibieres Leffe hat nämlich nichts mit dem weltweit bekannten Stella Artois zu tun und sollte auch gar nicht damit in Kontakt kommen.

Das etwas anders schmeckende Stella-Bier war einigen Kneipengästen aufgefallen, die bemerkten, dass ihr "Helles“ einen saueren Beigeschmack hatte. Das daraufhin alarmierte InBev-Labor stellte die Geschmacksveränderung ebenfalls fest und suchte nach der Ursache. Dabei ergab sich, dass einige Leitungen nach dem Brauen von Leffe-Abteibier nicht ausreichend gespült worden waren, bevor man zum Brauprozess für Stella Artois überging.

Insgesamt musste AB InBev Fässer mit dem Inhalt von 850.000 Gläsern Bier alleine in Belgien zurückrufen. Überdies wären fast  9.800 Hektoliter des verunreinigten Stella-Biers nach Übersee, bzw. in die USA verschifft worden, was so gerade noch verhindert werden konnte. Trotzdem, der peinliche Vorfall wird den weltweit aktiven Getränkegiganten einiges kosten…

Das Abteibier Leffe, benannt nach der gleichnamigen Norbertinerbrauerei in der Nähe von Dinant in der wallonischen Provinz Namür, ist neben Stella Artois und dem Weißbier Hoegaarden die wichtigste belgische Biermarke für den internationalen Markt. Leffe wird wie das Stella in der AB InBev-Brauerei von Löwen gebraut.