Vorerst keine weiteren Belgier nach Kabul

Der scheidende Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) hat am Donnerstag bestätigt, dass die Nato um mehr Belgier für den Afghanistan-Einsatz gebeten habe. Gleichzeitig betonte De Crem aber auch, dass die scheidende Regierung in Belgien zur Zeit keine solche Entscheidung treffen könne.

Der amerikanische General, David Petraeus, hatte Belgien um 50 zusätzliche Männer und Frauen für den Einsatz in Afghanistan gebeten. Die Hälfte dieses Kontingents sollte die afghanischen Soldaten vor Ort ausbilden, die anderen Soldaten sollten beim Aufbau einer nationalen Polizeieinheit helfen.

David Petraeus, Afghanistan-Kommandeur der Nato-geführten Schutztruppe ISAF, will insgesamt 2.000 zusätzliche Soldaten oder Polizeibeamte der Nato-Mitgliedstaaten nach Afghanistan entsenden. Ziel ist, den Sicherheitsdienst zu verstärken und die Straßen von Minen zu befreien.

Der scheidende Verteidigungsminister Pieter De Crem hat jedoch eine Entscheidung über die Entsendung weiterer belgischer Soldaten nach Afghanistan in naher Zukunft ausgeschlossen.

Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Belgien bereits im April dieses Jahres  entschieden hatte, 22 zusätzliche Ausbilder der Armee im Rahmen der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe ISAF (International Security Assistance Force) zu entsenden.

"Die sind derzeit in Ausbildung und werden schon bald aufbrechen", fügte De Crem hinzu.

Derzeit umfasst die Schutztruppe knapp 115.000 Soldaten, von denen die USA mit 71.000 den größten Teil stellen.