Brüssel will weniger Autos in der Stadt

Die Brüsseler Regierung will den Autoverkehr in der belgischen Hauptstadt drastisch reduzieren. Bis 2018 soll ein Fünftel weniger Fahrzeuge in der Innenstadt zirkulieren. Am Donnerstag hat sich die Brüsseler Regierung auf einen entsprechenden Verkehrsplan hierzu geeinigt.

Es ist kein Geheimnis, dass Brüssel bald in den CO2-Abgasen der Autos erstickt. Die Stadt ist verstopft und der Autoverkehr nimmt weiter zu.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Brüsseler Regierung auf einen Plan der wichtigsten Maßnahmen in der Region Brüssel-Hauptstadt geeinigt. Sie stellte den Plan Iris 2 am Donnerstag vor.

Langfristiges Ziel ist, den Autoverkehr in der Stadt bis 2018 um 20 Prozent zu reduzieren. Kurzfristig soll der Autoverkehr bis 2015 zwischen 6 und 10 Prozent gesenkt werden.

Außerdem sieht der Plan unter Vorbehalt finanzieller Abänderungen vor, die U-Bahn Strecke bis in den Stadtteil Schaerbeek zu verlängern und Bus- und Straßenbahnverbindungen auszubauen.

Auch sollen die Parkplätze entlang der Straßen um 16 Prozent verringert werden, vorausgesetzt dass mehr Parklätze auf dafür vorgesehenen Geländen eingerichtet werden.

Die Einführung einer Citymaut nach dem Vorbild von London wird untersucht. Allerdings könne so ein Maut-System erst funktionieren, wenn es die Schnellbahn RER gibt. Nur dann hätten die Bürger eine echte Alternative, hieß es noch.