Die Spitzenstürmer treffen wieder

Am sechsten Spieltag der ersten belgischen Fußball-Liga haben drei Stürmer für Furore gesorgt: Mémé Tchité (Foto) traf in seiner ersten Partie für Lüttich, Wesley Sonck sorgte für zwei Treffer bei seinem neuen Arbeitgeber Lierse SK und Romelu Lukaku holte im Alleingang den Sieg der Anderlechter bei STVV.

Mémé Tchité ist wieder zurück und er sorgte dafür, dass es jeder merkt. Nach seiner eher glücklosen Phase bei Santander in der spanischen Liga kehrte der quirlige Stürmer zurück zu Standard Lüttich.

Gleich in seinem ersten Spiel für die "Rouches“ setzte er einen Akzent, denn gegen Cercle Brügge sorgte er schon nach vier Minuten für die Führung der Gäste. Der Treffer war ein schön anzusehendes Tor: Keeper Sinan Bolat stieß einen langen Ball ab, den Aloys Nong annahm und an Tchité weitergab: 0:1.

Danach sackte das Tempo der Partie, doch die Gastgeber konnten nicht davon profitieren. Nach der Roten Karte für Cornelis und mehreren vergebenen Chancen kam der Ausgleich nicht mehr zustande und Witsel sorgte per Strafstoß für den verdienten 0:2-Sieg der Lütticher bei Cercle Brügge.

Wesley Sonck trifft wieder

Beim 2:2 gegen AA Gent sorgte der Ex-Brügger und Ex-Gladbacher Stürmer Wesley Sonck (Foto) für seinen neuen Verein, Aufsteiger Lierse SK (Foto) gleich für ein Doppelpack. Sonck, der in exzellenter Form auftrat, schaffte mit seinen beiden Toren jeweils den Ausgleich, besorgte seinem Arbeitgeber den ersten Punkt und AA Gent einen empfindlichen Punktverlust.

Aufsteiger AS Eupen holte im torlosen Auswärtsspiel gegen Zulte Waregem den ersten Punkt der Saison. Der neue AS-Trainer Eziolino Capuano setzte ein Zeichen, in dem er in 5-1-3-1-Formation spielen ließ. Damit setzte er in seiner Verteidigung hinten alles fest und sorgte für ein mäßig interessantes Spiel. Resultate lieferte dies jedoch nicht, wenn man einmal vom ersten Punkt für die Mannschaft aus dem deutschsprachigen Ostbelgien absieht.

KV Mechelen strich gegen KV Kortrijk am Samstagabend seine erste Saisonniederlage ein. Besonders unglücklich war dabei der Umstand, dass es ausgerechnet ein Eigentor von Panza in der Anfangsphase war, der für diese Niederlage sorgte. "Kahveh“ reagierte zunächst kaum auf diese Szene und versuchte erst in der zweiten Halbzeit auszugleichen, doch Kortrijk hielt stand und rettete das 1:0 über die Zeit.

Der SC Charleroi erlebte gegen Germinal Beerschot einen rabenschwarzen Tag. Die "Karolos“ verloren im Laufe der Partie gleich zwei Spieler durch Rote Karten und mussten in der Nachspielzeit einen direkt umgesetzten Freistoß zum 0:1 von Custovic hinnehmen. Damit war die heiße Abwehrschlacht mit acht Feldspielern und dem Keeper Makulatur und die 95. Spielminute (!) wurde zum Trauma.

Am Sonntag trifft Club Brügge im Spitzenspiel auf Tabellenführer Racing Genk und Westerlo ist zu Gast in Lokeren.

Romelu Lukaku besiegt STVV Sint-Truiden im Alleingang

Im Freitagsspiel traf Rekordmeister RSC Anderlecht auf Angstgegner STVV Sint-Truiden. Seit Jahren bringen die Limburger dem Hauptstadtclub eine peinliche Niederlage nach der anderen bei, doch dieses Mal war alles anders. Und das lag quasi nur ein einem Spieler. Der nach wie vor erst 17jährige RSC-Stürmer und belgische Nationalspieler Romelu Lukaku traf gegen STVV gleich zweimal und sorgte damit für einen besonders gelungenen Sieg der "Veilchen“ über die "Kanarienvögel“.

Lukaku hatte bisher in der Liga und im internationalen Geschäft noch nicht viel von seiner Klasse gezeigt, doch RSC-Manager Herman Van Holsbeeck sprach nach dem 0:2-Sieg über Sint-Truiden davon, dass die Champions League-Niederlage gegen Partisan Belgrad verdaut sein und sagte weiter: „Ich glaube, wir haben den einzig wahren Lukaku wiedergefunden…!“