Ermittlungen nach Anschlag in Kopenhagen

Die belgische Justiz untersucht derzeit, ob Verbindungen zwischen unserem Land und dem mutmaßlichen Täter des Bombenanschlags auf ein Hotel in Kopenhagen vorliegen. Der am Freitag kurz nach dem Anschlag verhaftete Mann war im Besitz von Dokumenten, die einen Link nach Belgien legen.

Am Freitag explodierte in einem Hotel in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen eine kleine Bombe, die allerdings nur leichte Schäden anrichtete. Nur kurz nach dem Anschlag konnte der mutmaßliche Täter in einem Park in Kopenhagen verhaftet werden.

Nach Angaben dänischer Medien soll der Mann Dokumente mit sich geführt haben, die nach Belgien weisen - unter anderem einen belgischen Ausweis. Der Mann, der offenbar Englisch und Französisch spricht, soll geplant haben, in unser Land zu reisen. Die belgische Polizei will diesen Gerüchten nachgehen, plant aber derzeit kein Rechtshilfeersuchen, um Ermittler nach Kopenhagen entsenden zu dürfen.

Die dänischen Behörden verschärften inzwischen die nationalen Sicherheitsvorkehrungen, geben über den Anschlag von Freitag aber kaum Erkenntnisse bekannt.

Tatsache ist, dass der Anschlag am 11. September stattfand, am neunten Jahrestag der Anschläge auf New York und Washington. Zudem wurde das Land getroffen, in dem ein Karikaturist den Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban zeichnete und wo diese Zeichnung auch veröffentlicht wurde.