Belgische Wirtschaft zieht wieder an

Das Haushaltsdefizit in Belgien sieht besser aus als erwartet. Die scheidende Regierung Leterme geht jetzt von einem Defizit von veireinhalb Prozent aus. Das ist ein Viertel weniger als letzes Jahr.

Die Schätzung basiert auf den Erwartungen des Wirtschaftswachstums der Planungsbehörde. Diese Erwartungen haben sich verbessert.

Das bedeutet aber nicht, dass man mit dem Sparen aufhören kann, betont der scheidende Haushaltsminister Guy Vanhengel. Der Versuch, einen ausgeglichenen Haushalt auf die Beine zu stellen, werde auch weiterhin schwierig sein und von allen Behörden würden auch in Zukunft große Anstrengungen erwartet, so Vanhengel.

"Das einzige, was wir sagen können, ist, dass wir unser vorgenommenes Ziel in diesem Jahr erreichen. Das sind die guten Neuigkeiten. Wir brechen also im Reinen auf, aber es wird auch weiterhin anstrengend werden."

Die Planungsbehörde sagt für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent anstelle der 1,4 Prozent  von vor  einem halben Jahr voraus. Das zusätzliche Wachstum ist gut für unseren Haushalt. Das Defizit werde laut der scheidenden Regierung Leterme voraussichtlich um ein Viertel zurück gehen und nur noch 4,5 Prozent betragen.

Das heißt wiederum, dass die nächste Regierung weniger als erwartet sparen muss. Die besseren Wachstumserwartungen beruhen vor allem auf den steigenden Jobzahlen. Die haben wiederum einen positiven Einfluss auf den Konsum in Belgien.