Belgien vernichtete alle Streubomben

Nach dem Vertrag von Oslo sind die so genannten Streubomben, auch bekannt als Clusterbomben, international geächtet. Belgien hat diesem Vertrag jetzt entsprochen und die vollständigen Bestände dieser heimtückischen Waffen vernichtet.

Belgien hat nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) durch die vollständige Vernichtung der Armeebestände von Streubomben dem Vertrag von Oslo in vollem Umfang entsprochen.

Der Vertrag von Oslo, der die Streu- oder Clusterbomben international ächtet, wurde im Dezember 2008 in der norwegischen Hauptstadt unterzeichnet.

Mehr als 100 Staaten weltweit haben die Verträge angenommen, doch Belgien ist das erste Land, dass den Vorgaben dieses Vertrags auf ganzer Linie entspricht.

Streubomben sind Behälter, die bei der Explosion weitere Sprengkörper freisetzen, von denen einige nicht unbedingt sofort explodieren und als Blingänger für weitere Gefahr sorgen. Diese Bomben werden in Form von Fliegerbomben, Artilleriegeschossen oder als Sprengkörper auf Marschflugkörpern eingesetzt.

Die Ächtung dieser Waffen, die in ehemaligen Kriegsgebieten auch noch Jahre nach den eigentlichen Konflikten für Gefahren sorgen, wurde auf Druck von Handicap International erreicht. Diese internationale Hilfsgesellschaft unterstützt weltweit Menschen, die von Streubomben verletzt wurden. Viele von ihnen bleiben für ihr Leben lang behindert.