Erneut Stellenabbau bei der Dexia-Bank

Die Dexia-Bank wird in einigen europäischen Ländern insgesamt 665 weitere Stellen abbauen. Alleine in Belgien fallen der neuerlichen Umstrukturierung 385 Arbeitsplätze zum Opfer.

Am Mittwochmorgen führten die Gewerkschaften vor der Dexia-Zentrale in Brüssel Protestaktionen durch. In Erwartung der Ergebnisse des europäischen Unternehmensrates verteilten die Gewerkschaftler Zitronen an die Passanten.

Ende 2008 kündigte das Unternehmen 1.500 Stellenstreichungen an. Mehr als 800 davon entfielen auf Belgien. Jetzt kommen weitere 665 Streichungen hinzu - 385 in Belgien.

In Frankreich werden 70 Stellen zusätzlich abgebaut, in Luxemburg 140 und 70 weitere in verschiedenen Filialen von Dexia auf weiterer internationaler Ebene.

Insgesamt will Dexia auf diesem Wege 160 Millionen € einsparen. Der Grund dafür sind die mit der staatlichen Krisenhilfe für das Finanzinstitut verbundenen Auflagen, Unkosten einzusparen. Die Europäische Union verlangt von der Bank Einsparungen von 15 %.

Bis 2015 sollen insgesamt 600 Millionen € eingespart werden. Das Management der Bank geht davon aus, dass dies gelingen wird und dass den mit den Finanzspritzen nach der Banken- und Finanzkrise verbundenen Auflagen entsprochen werden kann.