Zug in Arlon ignorierte rote Ampel

Beim Zusammenstoß zweier sich entgegen kommender Züge in Arlon (Provinz Luxemburg) sind am Mittwochabend rund 60 Fahrgäste leicht verletzt worden. Einer der beiden Züge soll eine rote Ampel üebrsehen haben.

Der Unfall ereignete sich kurz vor dem Bahnhof von Arlon. Da die Züge langsam fuhren, blieb der Schaden begrenzt.

Rund 60 Menschen wurden von einem Arzt vor Ort versorgt, 26 unter ihnen wurden in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Insgesamt saßen rund 150 Menschen in den beiden Zügen.

Aufgrund des Unfalls musste der Zugverkehr zwischen Arlon und Luxemburg vorübergehend unterbrochen und ein Bus eingesetzt werden.

Infrabel hat inzwischen bestätigt, dass die Signale in Arlon noch nicht mit einem automatischen Bremssystem ausgerüstet sind. Die Installation eines solchen Systems ist erst für März 2012 geplant, weil Arlon nicht auf der Prioritätenliste steht.

Nach dem Unglück von Buizingen (Flämisch-Brabant) ist laut Infrabel entschieden worden, das Sicherheitssystem schneller einzuführen. Gegen Ende 2012 müssen alle Signale auf den wichtigsten Achsten mit einem Sicherheitssytem versehen sein.