Jo Lernout geht in Revision

Der Mitgründer des flämischen Sprachtechnologieunternehmens Lernout & Hauspie, Jo Lernout (Foto), will gegen seine gestrige Verurteilung beim Kassationshof Berufung einlegen. Das bestätigte sein Anwalt gegenüber der VRT.

Der Unternehmer war zusammen mit seinem Partner Pol Hauspie und zwei weiteren Spitzenmanagern – Nico Willaert und Gaston Bastiaens - schuldig gesprochen worden, Bilanzen gefälscht und Börsenkurse manipuliert zu haben.

Beide müssen für drei Jahre ins Gefängnis, weitere zwei Jahre wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Jo Lernout geht gegen dieses Urteil in Revision. Sein Anwalt Luc Gheyssens begründete dies damit, die Rechte der Verteidigung seien missachtet worden und das Gericht habe seiner Motivierungspflicht des Urteils nicht genügt.

Mit dem Urteil im Revisionsprozess wird in einem halben Jahr gerechnet. Bis dann kann das am Montag ausgesprochene Urteil nicht umgesetzt werden.
 

Dexia

An der Brüsseler Börse sind die Aktien der Bank Dexia Dienstagmorgen mit Gewinn in den Handel gestartet. In Abwartung der Urteilsverkündung war die Notierung der Dexia-Aktien gestern ausgesetzt worden.

Dexia-Bank sowie das Revisionsbüro KPMG wurden im Lernout&Hauspie-Prozess freigesprochen.