Gefängnismahlzeiten nicht lecker

Belgische Gefangene, die im niederländischen Tilburg (Foto) einsitzen, beschweren sich über das schlechte Essen dort. Sie schrieben an alle Instanzen, berichtet die flämische Zeitung „Het Laatste Nieuws“ am Mittwoch.

Auch der Appell an den belgischen König Albert II. half nichts. Die Qualität der Knast-Mahlzeiten habe sich nicht verbessert, schreibt das Blatt.

2009 schloss der belgische Staat wegen überfüllter Gefängnisse mit den Niederlanden ein Abkommen, wonach verurteilte Täter auch im Nachbarland ihre Strafe absitzen können. In Holland standen zuvor tausende Zellen leer.

Willy Van G., der wegen Mordes an seiner Frau 25 Jahre Haft verbüßen muss, prangert laut Zeitung den „abgepackten Kram“ an, der nicht zu genießen sei. Statt frisch zubereiteten Hühnchen, Gemüse, Kartoffeln oder Reis gebe es immer Tiefkühlgerichte, die in den Zellen in einer Mikrowelle aufgewärmt werden müssten. Außerdem gebe es kein Weißbrot, lautet der Vorwurf der belgischen Insassen.

Die belgischen Strafvollzugsanstalten sind stolz auf einen gewissen gastronomischen
Standard. So werden beispielsweise die Mahlzeiten im Gefängnis von Ypern täglich frisch von einem Koch zubereitet.

„Das Essen in den belgischen Institutionen gehört zu den besten in Gefängnissen weltweit“, meint Jos Vander Velpen von der belgischen Organisation „Liga für Menschenrechte“.