Hat Lidl Kunden unehrlich behandelt?

Die deutsche Discount-Kette Lidl muss sich Anfang Oktober wegen des Verdachts „unehrlicher Handelspraktiken“ vor dem Genter Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft von Gent hat Ermittlungen in Zusammenhang mit irreführender Werbung geführt. Dabei hat die Staatsanwaltschaft festgestellt, dass die in der Werbung angepriesene reduzierte Ware wie Wein oder Fernsehgeräte in nur sehr geringer Stückzahl oder gar nicht in den Regalen liegt. Die Staatsanwaltschaft hatte im Zeitraum von 2007 bis jetzt über 160 Produkte kontrolliert, für die Lidl in Reklameblättchen mit äußerst günstigen Preisen warb. Es gebe ausreichende Hinweise für Anschuldigungen gegen die Supermarktkette, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Gent.

Die Staatsanwaltschaft reagiert damit auf ein Dutzend Klagen von Lidl-Kunden bei der belgischen Wirtschaftsbehörde.

Lidl selbst weist jegliche Anschuldigungen „unehrlicher Handelspraktiken“ zurück. Die Supermarktkette muss am 6. Oktober vor Gericht.