Wie fehlerhaft sind Speicheltests?

Mehrere Studien haben ergeben, dass der Fehlerquotient des Speicheltests, der ab 1. Oktober eingeführt werden soll, relativ hoch ist. Ziel des Speicheltests ist, herauszufinden, ob ein Autofahrer Drogen eingenommen hat.

Der Staatssekretär für Verkehr, Etienne Schouppe, hatte die Einführung dieses Tests hierzulande vor kurzem angekündigt.

Die Nationalakademie für Pharmazie in Frankreich zitiert die Ergebnisse einer belgischen Studie, die Anfang 2010 veröffentlicht wurde. Der Studie zufolge seien 16 Prozent der Fälle, in denen der Test positiv ausschlägt, fehlerhaft und 19 Prozent der Fälle, in denen der Speicheltest anzeigt, dass eine Person nicht unter Drogeneinfluss steht, falsch.

Auf belgischer Seite hat die Polizei eine 92 prozentige Zuverlässickeit festgestellt. Das heißt, dass 8 Prozent der Testergebnisse nicht richtig sind. "Diese Spanne ist juristisch zu groß. Das wird vor den Gerichten Probleme schaffen", betont ein Anwalt, der in Verkehrsangelegenheiten spezialisiert ist.

Daneben hat auch eine Studie des Arztes Patrick Mura, der das Toxikologielabor der CHU von Poitiers leitet, ergeben, dass unter 740 Proben 10,1 Prozent falsche Positivergebnisse sind.