Immer mehr dicke Kinder in Flandern

Mehr als eines von fünf flämischen Mädchen zwischen vier und vierzehn Jahre ist zu dick. Bei den Jungen im gleichen Alter liegt der Anteil bei knapp eins zu sechs. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad und beruft sich dabei auf Zahlen der ärztlichen Schulaufsicht, die durch die Universität von Gent analysiert wurden.

Die Forscher vermuten, dass es einen Zusammenhang zu unterpriviligierten Familien gibt.

"Für Menschen, die finanziell nicht so gut dastehen, ist das Gewicht, das Essverhalten und die Bewegung der Kinder nicht erste Priorität", erklärt Jo Van Assche von der Universität Gent.

Ärmere Familien schauten laut Van Assche mehr auf den Preis bei den Nahrungsmitteleinkäufen als finanziell gut situierte Familien. "Das Hungergefühl wird mit billigen Lebensmitteln gestillt wie mit einer Tüte Chips und einer Flasche Cola", so Van Assche noch.

Es scheint auch regionale Unterschiede zu geben. So schneiden Genk, Antwerpen und Turnhout am schlechtesten ab.