1 von 3 "Ex-Opelanern" hat neuen Job

Knapp ein Drittel der Arbeiter, die Opel Antwerpen letzten Sommer verlassen haben, hat inzwischen einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Für die über 45-Jährigen ist die Suche nach einer neuen Arbeit jedoch nicht so einfach, schreibt De Standaard auf seiner Internetseite am Freitag.

Letzten Sommer mussten bereits 1.285 Arbeiter das Opel-Werk in Antwerpen verlassen. Sie wurden bei ihrer Suche nach einer neuen Arbeitsstelle professionell begleitet.

Die Zeitarbeitsfirma Ascento hat die Arbeiter unter 45 Jahre begleitet. Von den 695 Personen, um die sich Ascento gekümmert hat, haben inzwischen 289 einen neuen Job gefunden.

Die Arbeiter über 45 Jahre werden von der Zeitarbeitsfirma Randstad Galilei beraten, aber die Vermittlung scheint sich schwierig zu gestalten. Von den 437 Arbeitern, die eine neue Arbeit brauchen, waren nur 46 erfolgreich. 11 unter ihnen sind wiederum älter als 50 Jahre.

Von den 121 Angestellten, die von Vibam und SBS beraten werden, ist etwa die Hälfte ein neues Arbeitsverhältnis eingegangen.

Inzwischen hat die Direktion von General Motors, der Mutterkonzern von Opel in Antwerpen, entschieden, dass die Fabrik unwiderruflich geschlossen werden soll.

"Wird nicht neu verhandelt, werden wir protestieren"

Unterdessen üben die Gewerkschaften von Opel weiter Druck auf General Motors aus. Sie wollen, dass dem Werk in Antwerpen noch eine Chance eingeräumt wird.

Am heutigen Freitag wollen die Gewerkschaften erneut mit anderen europäischen Niederlassungen über mögliche Aktionen sprechen.

Am Mittwoch haben sie bereits mit dem chinesischen Investor-Kandidaten, der laut GM die Übernahmebedingungen für das Opel-Werk in Antwerpen nicht erfüllt, gesprochen. Rudy Kennes von der sozialistischen Gewerkschaft zufolge habe die chinesische Seite, im Gegensatz zu dem was GM behaupte, sehr wohl ein gutes Übernahmekonzept.

Wird nicht erneut verhandelt, wird es möglicherweise zu Protestaktionen kommen, heißt es bei den Gewerkschaften. Die Aktionen könnten sich von Informationsveranstaltungen bis hin zu Arbeitsunterbrechungen erstrecken.