GM zu Verhandlungen mit Chinesen bereit

General Motors ist nun doch bereit, mit dem chinesischen Übernahmekandidaten über das Opelwerk in Antwerpen zu verhandeln. Das hat der Vertreter der sozialistischen Gewerkschaft, Rudi Kennes, nach der Sitzung einer Delegation des europäischen Betriebsrats mit dem Chef Nick Reilly bekannt gegeben.

Kurz darauf wurden die angekündigten Protestaktionen in den  europäischen Niederlassungen des Autobauers wieder abgesagt.

"Nick Reilly hat Zugeständnisse gemacht", so Rudi Kennes. "Die Verhandlungen werden sofort wieder aufgenommen. Die Proteste, die die Gewerkschaften angekündigt hatten (Informationsveranstaltungen und Produktionsunterbrechungen in den europäischen Werken), wurden wieder aufgehoben. Nick Reilly hat unsere Sorgen erhört."

Rudi Kennes sagte, er sei zufrieden mit dem erzielten Ergebnis, bestand aber darauf, dass die Aktionen der Gewerkschaften noch immer möglich seien. "Bei der geringsten Störung werden wir sofort auf die Protestaktionen zurückgreifen", so der Gwerkschaftler.

GM wird also Verhandlungen mit einem chinesischen Übernahmekandidaten angehen.Um welche Investoren es sich handelt, wollte Kennes nicht sagen; es sei aber nicht der chinesische Autobauer Geely, der diese Woche Interesse an einem Kauf des Werkes angemeldet hatte. Geely hatte im März dieses Jahres bereits die PKW-Sparte von Volvo übernommen.

GM hatte zuvor angekündigt, dass kein einziger Investor für das Werk in Antwerpen gefunden worden sei und dass die Akte dieses Kandidaten für unzulänglich erklärt worden sei.