Ab Februar wird Bahn fahren wieder teuerer

Der Verwaltungsrat der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB hat entschieden, die Bahntarife zum 1. Februar nächstes Jahr um durchschnittlich 1,24 % anzuheben. Die Preise für einen normalen Fahrschein werden um 1,02 % angehoben.

Der Tarif für die so genannte „Key Card“, eine Art Regionalbahnabonnement, erhöht sich um 3 € auf dann 20 €. Eine „Key Card“ ist für zehn Fahrten auf kurzer Distanz in der 2. Klasse gültig.

Die Preise für andere Tickets oder Angebote für Zehnfahrten-Fahrscheine, wie der „Rail Pass“ für Erwachsene oder und der „Go Pass“ für Jugendliche bleiben unverändert.

Die belgische Bahngesellschaft begründete die Tariferhöhungen unter anderem mit den gestiegenen Energie- und Treibstoffkosten. Sie will die Mehreinnahmen durch die Fahrpreiserhöhungen in mehr Pünktlichkeit der Züge investieren.

Bahn fahren in Belgien ist im Vergleich mit den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und den Niederlanden aber immer noch günstiger.

Bahnstreiks am 11. und am 18. Oktober

Die sozialistische Eisenbahnergewerkschaft ACOD kündigt für den 11. und den 18. Oktober Arbeitsniederlegungen an.

Am kommenden Montag wird B-Cargo, die Gütersparte der NMBS/SNCB bestreikt und in der Woche darauf kommt es zu einem Streik im Reisezugverkehr.

Dieser Streikaufruf wird allerdings nicht von allen Gewerkschaften befolgt. Die christliche Transportgewerkschaft ACV-Transcom will erst die Arbeit nach einer Abstimmung mit ihren Mitgliedern niederlegen.

Die Gewerkschaften streiten sich mit der Bahndirektion über weitere schritte in der Privatisierung der Bahn. So soll B-Cargo zu einer eigenen Filiale in der Bahnholding werden. Doch die Verhandlungen zu einem dem entsprechenden Sozialabkommen ziehen sich seit Monaten dahin.