Jetzt muss N-VA-Chef Bart De Wever ran

In den kommenden zehn Tagen soll De Wever versuchen, die verschiedenen Standpunkte der Parteien wieder aufeinander abzustimmen. Er stellte klar, dass er auch Gespräche mit anderen Parteien als den 7 bisher beteiligten nicht ausschließt.

Kreativität ist gefragt, wenn es gilt, die verfahrene politische Situation des Landes wieder flott zu bekommen. Das gilt auch für die Bezeichnung der Aufgaben, mit denen der König immer wieder andere Politiker beauftragt.

Am Freitagabend berief das belgische Staatsoberhaupt den N-VA-Chef Bart De Wever zum "clarificateur" (Aufklärer) oder "verduidelijker" (Verdeutlicher).

Er soll also Klarheit schaffen und den Stand der politischen Dinge verdeutlichen.

Nachdem De Wever Anfang der Woche die bisherigen Verhandlungen zur Staatsreform und zur Bildung einer Regierung gekippt hatte, muss er jetzt also selbst ran.

Und das mit einem Politbarometer, das ihm eine noch breitere Zustimmung der flämischen Wähler bestätigt.

Während der kommenden zehn Tage soll er nach einem Kompromiss in Sachen Brüssel-Halle-Vilvoorde, Neufinanzierung Brüssels, Staatsreform, Finanzierungsgesetz und Regierungsbildung suchen. Vorläufig wird er nur mit den sieben Parteien reden, die schon am Verhandlungstisch saßen. De Wever schließt aber nicht aus, dass er auch andere Parteien einladen wird und dabei denkt er wohl in erster Linie an die Liberalen, die bisher außen vor blieben.

Das lehnten die drei beteiligten französischsprachigen Parteien PS, cdH und Ecolo aber schon ab. Sie wollen auch nicht, dass wieder alles neu verhandelt wird, wie es De Wever noch am Montag angekündigt hatte.