CDH-Chefin Milquet bittet N-VA um Respekt

Die Vorsitzende der frankophonen Zentrumspartei CDH, Joëlle Milquet, ist der Ansicht, dass die flämischen Nationaldemokraten der N-VA ihre Haltung gegenüber den Französischsprachigen und ihren Erwartungen an die Regierungsbildung ändern soll.

In einem Gespräch mit der französischsprachigen Tageszeitung Le Soir sagte Joëlle Milquet, dass die N-VA und ihr Parteivorsitzender Bart De Wever die klassischen Regeln des Verhandelns einhalten müssen - inklusive Absprachen und Konventionen. Die N-VA müsse beweisen, dass sie kompromissfähig sei.

Am Freitagabend hatte der belgische Monarch, König Albert II., N-VA-Parteichef Bart De Wever (Foto) gebeten, die Situation der festgefahrenen Bemühungen zu einer Regierungsbildung zu analysieren und die Lage vor neuen Verhandlungsrunden zu verdeutlichen. Dazu hat De Wever 10 Tage Zeit.

Aller Voraussicht nach, wird er sich in den kommenden Tagen mit den sieben Parteien treffen, die bisher in die Verhandlungen einbezogen waren. De Wever möchte zwar auch die Liberalen, sprich in erster Linie die frankophone MR, in die Gruppe der Verhandlungspartner ziehen, doch die frankophonen Parteien wollen gerade davon nichts wissen.

Seinerseits hat der N-VA-Vorsitzende wohl Probleme mit den flämischen Sozialisten SP.A, wie er mehrmals in den vergangenen Tagen andeutete.