Streik bei Güterverkehr der Bahn

Ein Streik beim Güterverkehr der Bahn wird voraussichtlich auch Folgen für den Personenverkehr der belgischen Bahn NMBS haben. Da am Montagmorgen viele Leute anstatt der Bahn das Auto genommen haben, um zur Arbeit zu gelangen, waren die Staus auf den Straßen größer als sonst.

So hat am Montagmorgen kein einziger Zug den Bahnhof von Charleroi verlassen. Dadurch mussten auch neun Züge auf der Strecke Brüssel-Antwerpen gestrichen werden. Von Namur aus sind etwa die Hälfte der Züge im Einsatz. 

In Flandern fuhren die Personenzüge gegen Mittag wieder fast nach Plan, in Wallonien sorgte der Arbeitsausstand weiterhin für Behinderungen.

Für den Nachmittag sind Personalversammlungen angesetzt, dann kann sich die Situation erneut ändern und den Zugverkehr auch in Flandern wieder stören.

Die sozialistische Bahngewerkschaft protestiert damit gegen die Reformpläne der Direktion. Die Gewerkschaft befürchtet, dass hunderte Arbeitsplätze gestrichen werden.

Für den 18. Oktober muss bei der belgischen Bahn mit einem landesweiten Arbeitsausstand und einem völligen Stillstand der Bahnen gerechnet werden.

Die Ministerin für öffentliche Betriebe, Inge Vervotte (CD&V), berät sich inzwischen zusammen mit den Gewerkschaften der NMBS. Sie will den für nächste Woche angekündigten Streik vermeiden.

Staus auf den Straßen

Da am Montagmorgen viele Leute anstatt der Bahn das Auto genommen haben, um zur Arbeit zu gelangen, waren die Staus auf den Straßen größer als sonst. Gegen 8.30 Uhr registrierte das flämische Verkehrszentrum bereits 300 Kilometer Stau und das trotz guten Wetters und kaum Unfällen.

Das flämische Verkehrszentrum rechnet damit, dass der Stoßverkehr am Montagabend früher einsetzen wird und die Staus länger sein werden als sonst.

Am Dienstag  wird bei der Bahn in Frankereich landesweit gestreikt. Das wird auch Folgen für die Thalyszüge von und nach Belgien haben. Einige Züge werden gestrichen, bei anderen muss mit Verspätung gerechnet werden.

In Wallonien wird wiederum bei den Bussen der Nahverkehrsgesellschaft TEC gestreikt. Die Gewerkschaften protestieren gegen die massiven Einsparungen.