Gut ein Viertel der Brüsseler ist arm

Über 25 Prozent der Einwohner Brüssels lebt in Armut. Das steht in einem Bericht über Armut in Brüssel. Die Situation in der Hauptstadt ist schlimmer als im Rest des Landes.

Armut in Brüssel ist schon seit Jahren ein Problem. Wer in Brüssel wohnt, hat traditionell schlechtere Karten als andere Belgier. Dieses Problem, so wird angenommen, wird sich auch noch weiter über Generationen hinweg hinziehen. So lebt ein Drittel der Kinder in der Region Brüssel in einer Familie, in der beide Elternteile keine Arbeit haben. Die Schulen können auch nicht helfen, denn Brüsseler Jugendliche verlassen viel häufiger die Schule ohne Schulabschluss als ihre Freunde im restlichen Belgien. Ein Viertel unter ihnen hat keine Arbeit.

Die Region Brüssel hat deshalb einen Fünfjahresplan gegen Armut erarbeitet. Alle Politikebenen in Brüssel sollen in diesen Plan mit einbezogen werden. Die verschiedenen Minister wollen auch enger zusammenarbeiten und sich für einen besseren Unterricht, bessere Wohnungen und größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt für junge Leute einsetzen.

"Wir müssen auf jeden Fall dafür sorgen, dass wir der Armut vorbeugen und deshalb wollen wir uns für einen besseren Unterricht für alle Kinder einsetzen. Auch sollen die Eltern künftig mehr in den Schulalltag ihrer Kinder mit einbezogen werden", so die Brüsseler Ministerin Brigitte Grouwels (CD&V).