"Das Afghanistan-Video zeigt die Realität"

Am Dienstag veröffentlichte die der flämische Rundfunk VRT ein Video, dass belgische Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz sind, bei einem Taliban-Angriff zeigt. Verteidigungsminister De Crem, der den Einsatz der Soldatenvor einigen Wochen als wenig gefährlich bezeichnete, sagte, dass das Video die Realität zeigt.

Nach Angaben des scheidenden belgischen Verteidigungsministers Pieter De Crem (CD&V) wird das Video, dass unser Haus, die VRT, am Dienstag veröffentlichte, armeeintern als Vorbereitungsfilm auf den Afghanistaneinsatz gezeigt.

Das Video zeige zudem, dass sich die belgischen Soldaten gemäß ihres Auftrags handeln würden. Auf den Bildern, die die Soldaten selbst aufgenommen haben sollen, ist zu sehen, wie eine belgische Patrouille in einen Hinterhalt der Taliban gerät und beschossen wird.

Verteidigungsminister De Crem, ein flämischer Christdemokrat, erklärt, dass das Video (Foto) während einer Ausbildung von afghanischen Soldaten aufgenommen worden ist und beweist, dass sich die belgischen Einheiten an ihren Auftrag halten:

"Es beweist, in welchem Maße wir unseren Auftrag ausführen und dass wir uns an die Vorgaben der Regierung halten.“

Oberst Stefaan Schoenmakers, der Befehlshaber der belgischen Truppen in Afghanistan, pflichtete dem Verteidigungsminister bei und wies darauf hin, dass es sich dabei um eine außergewöhnliche Situation gehandelt habe, auf die die Soldaten in korrekter Weise reagiert hätten.

Wer fertigte das Video an?

Bisher wurde davon ausgegangen, dass diese Bilder von Soldaten mit ihren eigenen Handykameras aufgenommen worden sind.

Doch die Armee behauptet, es habe einen Auftrag gegeben, solche Aufnahmen zu machen. Diese würden auch als Trainingsvideos genutzt.

In Belgien herrscht derzeit eine heftige Diskussion darüber, ob der Einsatz "unserer Jungs“ in Afghanistan gerechtfertigt ist und ob er zu gefährlich sein könnte.