Motorradführerschein erst mit 24 Jahren?

Belgiens scheidender Staatssekretär für Verkehr, Etienne Schouppe (CD&V) plant das Mindestalter für einen Führerschein der Klasse A für schwere Motorräder auf 24 Jahre festzulegen. Die Motorradfahrer im Land sind sauer und verstehen die Welt nicht mehr.

In den kommenden beiden Jahren werden Biker, die eine schwere Maschine fahren wollen, bis zum Alter von 24 Jahren warten müssen, bis sie einen Motorradführerschein der Klasse A machen dürfen.

Staatssekretär Schouppe (Foto) will das Mindestalter dazu von 21 auf 24 Jahre heraufsetzen. Seine Initiative ist auf ein Vorhaben der Europäischen Union zurückzuführen, denn im März 2013 tritt eine dementsprechende EU-Richtlinie in Kraft.

Der Grund für die drastische Anhebung des Führerscheinmindestalters für Motorradführerscheine in Belgien liegt in der hohen Zahl schwerer Unfälle mit Beteiligung von jungen Bikern.

Staatssekretär Schouppe will nicht nur das Mindestalter bei schweren Maschinen anheben, sondern auch bei kleineren Motorrädern. Das Mindestalter für kleine Motorräder soll von 16 auf 18 Jahre angehoben werden.

Die Biker sind sauer

Die Biker sind mit dieser drastischen Maßnahme überhaupt nicht einverstanden. Sie glauben, dass die als Sündenbock für die Unvorsichtigkeit anderer Verkehrsteilnehmer herhalten müssen. Zudem ärgern sich die Bikerverbände auch über die Tatsache, dass die Fahrschulen die Preise für Motorradkurse verteuern und dass auch die Prüfungsgebühren teuerer werden.

Vorläufig wird der belgische Bikerverband „Motorcycle Action Group“ keine Aktionen gegen die Pläne Schouppes durchführen, solange noch Hoffnung besteht, die Richtlinien im Gespräch mit dem Verkehrsministerium abzuschwächen.