Am Montag streikt die belgische Bahn

An diesem Montag wird in Belgien wohl kaum ein Zug fahren. Der Grund ist ein Streik bei der belgischen Bahn NMBS. Obwohl die scheidende Ministerin für den öffentlichen Dienst, Inge Vervotte (CD&V), von einem Durchbruch bei den Sozialverhandlungen spricht, hält die sozialistische Gewerkschaft an dem Streik fest.

Vervotte spricht von einem Durchbruch in Sachen B-Cargo, das  Unternehmen, das für den Güterverkehr der NMBS zuständig ist. Die NMBS-Direktion soll bereit sein, 500 Arbeitnehmer, die die Züge rangieren, bei der NMBS unter zu bringen und nicht in der neu einzurichtenden Güterverkehrsfiliale. Die christliche Gewerkschaft ist zufrieden und wird bei ihren Leuten für den Vorschlag werben. Die sozialistische Gewerkschaft sagt zwar, dass das "wichtige Änderungen" seien, betont aber gleichzeitig, dass noch keine Einigung in dieser Sache erzielt worden sei.

"Wie kann man um Himmels Willen von einem Durchbruch sprechen", so Jos Digneffe von der sozialistischen Gewerkschaft ACOD. "Was derzeit auf dem Tisch liegt, darüber müssen wir am Dienstag weiter verhandeln. Von Durchbruch kann erst die Rede sein, wenn auch die Details geregelt sind."

Am Dienstag werden sich Direktion und Gewerkschaften erneut beraten. "Der Streik am Montag wird einfach durchgezogen", sagt Digneffe. "Dafür gibt es noch mehr Gründe als die B-Cargo-Sache."

Die belgische Bahn entschuldigt sich schon einmal bei ihren Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten, die die Bahnkunden aufgrund des Streiks haben werden.

Auswirkungen des Streiks

Betroffen sind nicht nur der innerbelgische Bahnverkehr, sondern auch die internationalen Zugverbindungen.

Am Montag werden keine Thalys und Eurostar-Züge durch Belgien fahren. Alle Thalys-Fahrkarten, die für den 18.10.2010 ausgestellt sind, können umgetauscht und erstattet werden, heißt es auf der Bahnaktuell-Webseite.

Praktische Hinweise und weitere Informationen über die Auswirkungen auf den internationalen Zugverkehr finden Sie unter der Webseite Bahnaktuell.

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