Flandern knipst Licht auf Autobahnen aus

Ab dem Sommer 2011 wird ein Großteil der Autobahnen in Flandern nicht mehr beleuchtet sein. Derzeit wird das Licht zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens ausgemacht, aber die flämische Verkehrsministerin Hilde Crevits will künftig überall dort, wo es möglich ist, ganz ohne Autobahnbeleuchtung auskommen.

Derzeit sind die Autobahnen in Flandern vor Mitternacht und nach sechs Uhr morgens, sobald es dunkel ist und bevor es wieder hell wird, beleuchtet. Damit ist Flandern bislang in Europa eine Ausnahme.

Ab nächsten Sommer wird sich das ändern, denn dann soll ein Großteil der Autobahnen in Flandern unbeleuchtet bleiben.

Unsere Nachbarländer haben ein System, nach dem die Autobahnbeleuchtung meistens aus ist", betont Crevits (kleines Foto).

Hilde Crevits sagte in der Zeitung Het Laatste Nieuws, dass sie die Autobahnbeleuchtung in ganz Flandern jedoch nicht von heute auf morgen abschaffen wolle, sondern schrittweise. Auch im Dämmerlicht soll in einer ersten Phase die Beleuchtung noch funktionieren. Außerdem müssten die Politik und die Hilfsdienste erst einmal hierauf vorbereitet werden.

"Ich will auch nicht, dass die Beleuchtung überall und die ganze Zeit aus ist", so Crevits. An gefährlichen Stellen wie Zu- und Ausfahrten, Autobahnkreuzen oder an Baustellen und bei schlechtem Wetter werden die Lichter auch weiterhin brennen. "Ich werde die Laternen an den Autobahnen nicht wegnehmen, sondern versuchen, einfach nur mit weniger auszukommen", heißt es.

Auf den Überlandstraßen sei es sowieso zu gefährlich, das Licht auszumachen, so Crevits noch. Hier bleibt die Beleuchtung nachts also auch weiterhin an.

Das Geld, das Crevits durch die drastische Verringerung der Autobahnbeleuchtung einspart, will sie in den Unterhalt der Straßen und zum Beispiel in elektronische Verkehrstafeln stecken.