Opel bleibt dabei: Kein Investor gefunden

Der Autobauer Opel hat hat noch einmal bestätigt, dass kein industrieller Investor für den Standort in Antwerpen gefunden wurde und dass die Automontage dort Ende dieses Jahres eingestellt wird.

Vor kurzem hatte Rudi Kennes von der sozialistischen Gewerkschaft ABVV noch gesagt, dass ein chinesischer Interessent für die Fabrik in Antwerpen gefunden sei, aber dem wird nun offiziell widersprochen.

“Nach einem neuen Treffen mit einem potenziellen industriellen Investor wiederholt Opel seine Erklärung vom 4. Oktober 2010, dass die Verhandlungen mit dieser Kategorie Investoren beendet sei. Kein Investor hatte einen Businessplan oder eine Zukunft für die Arbeiter des Standorts zu bieten”, erklärt Opel Antwerpen in seinem Pressebericht am Montag.

Die Autoproduktion in Antwerpen wird also Ende des Jahres endgültig gestoppt. Jetzt, so heißt es weiter, würde nach anderen Investoren gesucht, die das Werksgelände gebrauchen können. Die Gespräche hierzu würden intensiviert, so Opel.

Bei Opel in Antwerpen arbeiteten ursprünglich 2500 Beschäftigte. Nach der Umsetzung eines Sozialplans sind derzeit noch rund 1.150 Arbeiter und 170 Angestellte übrig. Sie müssen Ende des Jahres das Werk verlassen. Seit langem wird aber über Frühpensionen und ein Sozialplan verhandelt.

Unterdessen ist die sozialistische Gewerkschaft ABVV äußerst ungehalten. „Der mögliche chinesische Investor will hierher kommen und die Übernahme der Antwerpener Opelfabrik besiegeln“, sagt Rudi Kennes von der ABVV. Kennes sagt weiter, dass General Motors lüge und vergleicht den Autobauer sogar mit der Maffia.

Die Gewerkschaften von Opel Antwerpen wollen am Dienstag eine Informationsveranstaltung für das Personal abhalten. In dieser Zeit wird die Arbeit unterbrochen. Für die Gewerkschaften scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein.