"Die Fremde" wurde bester Film in Gent

"Die Fremde", ein Film der deutsch-türkischen Regisseurin Feo Aladag (großes Foto) ist beim Filmfestival von Gent als bester Film ausgezeichnet worden. Die Jury des Festivals nannte den Streifen einen "mutigen Film".

Der beim Festival von Gent ausgezeichnete Film "Die Fremde“ mit Sibel Kekilli (Gegen die Wand) in der Hauptrolle, galt schon bei der Berlinale als einer der stärksten Beiträge im Wettbewerb.

Die in Wien geborene Regisseurin Feo Aladag (verheiratet mit dem türkischen Filmemacher Züli Aladag) zeigt in ihrem Debüt den Überlebenskampf von Umay, einer Frau aus Istanbul, deren Leben nach der Trennung von ihrem gewalttätigen und gefühlskalten Mann in Gefahr ist.

Umay flüchtet mit ihrem kleinen Sohn nach Berlin zu ihrer Familie. Doch als diese herausbekommt, dass sich ihre Tochter von ihrem Mann getrennt hat, verlangt sie, dass Umay zurückkehrt, denn auch hier ist das Abwenden der Schande von der Familie wichtiger als die Sorge um die bedrohte Tochter.

Der Film "Die Fremde“ zeigt den ganzen Wahnsinn des Themas Ehrenmorde mit ihrem fehlgeleiteten Sinn von Familienehre.

Nicht zuletzt deshalb nannte Jurymitglied Jan Verheyen den Streifen einen "mutigen Film“. Der flämische Schauspieler und Regisseur sagte dazu: "Es ist ein überraschender, ein harter und ein gewagter Film zum Thema Ehrenmorde“.
 

Erfolgreicher Film

In Deutschland ist der Film ein Kassenschlager. Bisher sahen rund eine Million Zuschauer "Die Fremde“. Mittlerweile hat der Streifen schon mehrere internationale Auszeichnungen erhalten. Nun kommt auch der Preis für den besten Film des Festivals von Gent hinzu.

Nach Angaben der Jury von Gent waren vier Filme in der engeren Auswahl. Zwei weitere Streifen erhielten besondere Erwähnung: Der schwedische Thriller "Snabba cash (Easy Money)“ von Daniel Espinoza und die deutsche Produktion "Shahada (Faith)" von Buhran Qurbani.