Kein Zypernurlaub für Belgiens Soldaten

Belgische Soldaten, die zum Einsatz in Afghanistan waren, dürfen sich nicht kurz vor ihrer Rückreise in die Heimat auf Zypern erholen. Verteidigungsminister Pieter De Crem hält die Idee für nicht ausgereift und fürchtet Schaden für Armee-Image.

Vor kurzem war bekannt geworden, dass Soldaten, die im Einsatz in Afghanistan waren, einen Zwischenstopp auf Zypern einlegen dürften, um sich vom Stress zu erholen. "Die Idee ist okay, aber die Umsetzung unmöglich", so de Crem gegenüber dem VRT-Radio.

De Crem fürchtet einen Imageschaden für die Armee.

Es sei sicher nötig, dass die Soldaten sich für kurze Zeit erholen könnten bevor sie nach Hause zurückkehrten. "Afghanistan ist kein Routineeinsatz. Dort wird ständige Konzentration und Höchstleistung erwartet."

"Wir haben festgestellt, dass der Übergang in den Alltag manchmal problematisch ist, weil er zu aprupt erfolgt. Im Ausland gibt es zum Beispiel solche Stressbewältigungsreisen, aber ich war der Meinung, dass die Idee bei uns noch nicht genügend ausgereift ist."

"Wir begleiten die Soldaten natürlich weiter  in der psychologischen Verarbeitung von Kriegs-Traumas. Das kann jedoch auch in Belgien erfolgen.", so De Crem.

Die beste Lösung sei derzeit immer noch, dass die Stressbewältigung in der Kaserne oder der Einheit erfolge.