6.000 Asylbewerber auf der Straße

Alle Unterkünfte sind belegt. Die Heime und Hotels von Fedasil sind übervoll und auch die Sozialämter weigern sich, die steigende Zahl Asylbewerber aufzunehmen. Dadurch müssen immer mehr Asylbewerber auf der Straße oder in Bahnhöfen übernachten. Schon jetzt hätten mindestens 6.000 Antragsteller keine Unterkunft. Den betroffenen Organisationen zufolge würden chaotische Zustandände herrschen.

Letzten Monat zählte Belgien 1.900 neue Asylanträge. In diesem Monat sollen es sogar zwischen 2.000 und 2.500 sein.

Die Unterkünfte, in denen Fedasil, das belgische Flüchtlingsamt, die Menschen unterbringt, sind schon seit langem überbelegt. Die Hotels, die vom Amt für die Unterbringung der Asylbewerber bezahlt werden, sind ebenfalls voll.

Die Menschen erhalten von Fedasil ein Dokument, mit dem sie sich beim Sozialamt melden sollen, aber die Ämter wollen sich immer weniger um die Asylbewerber kümmern. In großen Städten wie Brüssel sind die Asylbewerber inzwischen alles andere als willkommen.

Viele unter ihnen landen schließlich auf der Straße oder übernachten in Bahnhöfen. Die belgische Regierung sucht nach einer Lösung und erarbeitet einen Hilfsplan für den Winter. Menschen, die vor Ort helfen, bestätigen, dass der Asylzustand in unserem Land in ein Chaos versinkt.