Clijsters strahlt bei WTA-Championships

Die Belgierin Kim Clijsters besiegte im Finale der WTA-Championships der Tennis-Damen die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark mit 6:3, 5:7 und 6:3. "Es war ein wahre Abnutzungsschlacht", sagte Clijsters nach dem Spiel.

Clijsters begann das Spiel fordernd. Sie spielte ein Niveau besser und gewann den ersten Satz mit 6:3.

Wozniacki schien aus dem Konzept gekommen zu sein und Clijsters ging im zweiten Satz schnell mit 4:1 in Führung. Ihre dänische Gegnerin gab aber nicht auf und ging zum Angriff über. Aufgrund u.a. der vielen Fehler von Clijsters wurde es 7:5.

Wozniacki erzwang also noch einen entscheidenden dritten Satz, in dem ihr sofort ein Break gelang. Unsere Landsmännin bekam einen richtigen Schlag, aber sie erholte sich auch schnell wieder davon.

Die 27-jährige Clijsters hat einfach mehr Erfahrung als die sieben Jahre jüngere Wozniacki. Clijsters machte der 20-jährigen Dänin gewaltig Druck. Bei 3:2 brach Wozniacki ein. Sie verschenkte ihren Aufschlag und sah Clijsters mit 5:2 in Führung gehen.

Die ehemalige Weltranglisten-Erste gab ihren Vorsprung nun nicht mehr aus den Händen: 6:3.

Mit ihrem dritten Masters-Titel hat Clijsters bislang insgesamt 40 Turniersiege in ihrer Karriere zu verbuchen. Außer den drei Masters hat sie auch drei Mal die US Open gewonnen.

Mit dem dritten Master-Titel krönt Clijsters nach dem US-Open-Erfolg Mitte September eine starke Saison - ihre zweite nach dem Comeback im vorigen Jahr.

Tennis-Altmeisterin Kim Clijsters kassiert für ihren Triumph übrigens 1,45 Millionen US-Dollar.

Clijsters: "Eine Abnutzungsschlacht"

"Ich bin echt froh, dass das Match vorbei ist. Ich dachte, das Match geht nie vorbei", so unsere Landsmännin nach der 2:19 Stunden dauernden Partie.

"Das Match hat mich körperlich sehr angestrengt. Wir haben in dieser Abnutzungsschlacht ein schönes Tennisspiel gezeigt und ich bin glücklich, dass ich das Spiel gewonnen habe."

"Caroline ist sicher enttäuscht, aber sie hat eine große Zukunft vor sich", sagte Clijsters und gratulierte Wozniacki zum Sprung an die Spitze. Die 20-Jährige, die als jüngste Spielerin seit der Schweizerin Martina Hingis 2000 im Finale des früheren Masters stand, beendet das Jahr trotz dieses Rückschlags als Nummer eins.

Clijsters beendet ihre Saison mit den Diamond Games. Am 9. Dezember spielt sie in Antwerpen gegen Justine Henin.