Audi baut in Brüssel die Produktion aus

Das Audi-Werk in Brüssel wird die Produktion des erfolgreichen neuen Kleinwagens A1 erhöhen und investiert 270 Millionen € in den weiteren Ausbau der Kapazität. Unterdessen lief in dem ehemaligen VW-Montagewerk in der belgischen Hauptstadt der 7 Millionste Wagen vom Band.

Großes Produktionsjubiläum für den Automobilstandort Brüssel: 61 Jahre nach Werksgründung im Stadtteil Vorst ist am Dienstag bei Audi Brussels das 7millionste Automobil vom Band gelaufen.

"Die stolze Marke von sieben Millionen gefertigten Automobilen zeigt eindrucksvoll, wie groß das Reservoir an Erfahrung, Können und Leidenschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Audi Brussels ist“, betont Frank Dreves, Audi-Produktionsvorstand und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Audi Brussels S.A./N.V.

Dreves ist fest davon überzeugt, dass der Audi A1 ein großer Erfolg wird und damit die Arbeitsplätze hier in Brüssel langfristig sichert. Die Verkaufszahlen zeigen, dass das neue Audi-Modell aus Brüssel bei den Kunden sehr gut ankommt. "Wir haben deshalb die geplante Stückzahl für das nächste Jahr bereits um 20 % angehoben“, erklärt Dreves: "In den nächsten Jahren investieren wir zudem rund € 270 Mio. in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten.“ Derzeit sind 2.200 Arbeitnehmer am Standort beschäftigt. Zusätzliche Arbeitsplätze sind aber trotz der neuen Investitionen wohl nicht geplant.

Seit der Übernahme des Werks vor drei Jahren hat die Audi AG bereits mehr als € 300 Mio. für den Standort aufgewendet. So entstanden unter anderem ein neuer Karosseriebau mit 450 Robotern. In der Montage wurden zudem die Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten optimiert. Nach dem Produktionsstart des Audi A1 im Mai dieses Jahres werden inzwischen am Tag rund 500 Automobile bei Audi Brussels im Zweischichtbetrieb gefertigt.

7 Millionen Autos in 61 Jahren

Vor 61 Jahren eröffnete der Volkswagenkonzern im Brüsseler Stadtteil Vorst seine belgische Montagefiliale. Seit dem wurden dort 7 Millionen Fahrzeuge gebaut und ausgeliefert. Initiator des Werks war die Familie D’Ieteren, die die verschiedensten Fahrzeugmarken in Belgien importierte. Zu deren Hauptkunden gehörte der VW-Konzern, doch die ersten in Vorst vom Band laufenden Autos waren amerikanische Studebaker.

Danach wurde der Reigen der dort montierten Fahrzeuge bunter und bunter: Der Käfer kam und später auch der Bulli. Sogar die Cabrioversion des legendären Porsche 356 wurde hier gebaut. Als die Autos bei VW moderner wurden und mehr und mehr Frontmotoren aufkamen, wurden am Standort auch die Modelle Polo und Golf gebaut.

Der Golf war jahrelang ein wichtiges Standbein für den Standort und seine Arbeitsplätze. Fast die Hälfte der in Brüssel montierten VW waren Golf-Modelle. Kurz bevor das Werk an die VW-Tochter Audi abgegeben wurde, baute man dort auch den Seat Toledo. Unter der Regie der Ingolstädter kam zunächst der Audi A3. Mittlerweile muss die Kapazität erhöht werden, denn der exklusiv in Brüssel gebaute Audi A1 entwickelte sich schnell zu einem Verkaufsschlager.