Leterme tritt für Sakine Aschtiani ein

Belgiens Premierminister Yves Leterme hat die geplante Hinrichtung einer Ehebrecherin im Iran scharf kritisiert. Leterme ruft die iranischen Behörden dazu auf, die Hinrichtung auszusetzen und schließt sich einem Aufruf von Seiten der Europäischen Union an.

Sakine Mohammadi Aschtiani ist im Iran wegen Ehebruch zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Auf internationalen Druck hin wurde die eigentlich im Juli dieses Jahres geplante Steinigung der Frau ausgesetzt, doch in einem neuen Urteil wurde sie erneut schuldig gesprochen und soll hingerichtet werden.

Belgiens Premierminister Yves Leterme schließt sich mit seiner Kritik einem Aufruf der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton (Foto) an, die ein Moratorium der Umsetzung der Todesstrafe für die Frau fordert.

Aschtiani wurde nach iranischen Angaben im Jahr 2006 in zwei verschiedenen Verfahren zum Tode verurteilt. Im ersten Fall wurde die Frau wegen angeblicher Verwicklung in den Mord an ihrem Ehemann zum Tod durch den Strang verurteilt.

Ein Berufungsgericht in Teheran wandelte das Urteil ein Jahr später 2007 in eine zehnjährige Haftstrafe um. In einem zweiten Verfahren wurde sie wegen mehrfachen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. Ihr Schicksal löste weltweit Empörung und Proteste aus.