Deutlicher Rückgang bei den Verkehrstoten

Zwischen 2001 und 2008 ist die Zahl der Verkehrstoten in Wohngebieten in unserem Land um 9,2 % gesunken. Damit verzeichnet Belgien europaweit den größten Rückgang, wie aus einer Studie des European Transport Safety Council ersichtlich ist.

Der belgische Autofahrer- und Mobilitätsverband Touring gab diese Zahlen am Donnerstag bekannt. Demnach kamen im Jahr 2008 in belgischen Wohngebieten und geschlossenen Ortschaften 274 Personen durch Verkehrsunfälle ums Leben. Im Vergleich zu 2001 entspricht dies einem Rückgang um 9,2 %.

Dies ist der höchste Rückgang in diesem Bereich in der Europäischen Union. Unser Land wird in dieser Statistik gefolgt von Estland, Luxemburg, Frankreich und Portugal. Zypern, Polen und Rumänien stehen am Ende der Unfallstatistik in Wohngebieten.

In den Statistiken zu den Verkehrstoten auf Landstraßen und in Agrarregionen gehört Belgien nicht zu den allerbesten Schülern in Europa. Mit 474 Todesopfern durch Verkehrsunfälle steht unser Land hier auf Platz 5.

Der Rückgang beträgt 7,2 %. Hier führt Frankreich vor Luxemburg und Portugal. Rumänien und Bulgarien bilden das Tabellenende.

Mehr Anstrengung ist nötig

Nach Ansicht von Touring, das zum European Transport Safety Council gehört, sind weitere Anstrengungen dringend nötig, um die Zahl der fatal endenden Verkehrsunfälle in geschlossenen Ortschaften weiter zu senken.

Der Mobilitätsverband fordert daher weitere Anpassungen bei den Tempolimits, die den jeweiligen Zuständen der Straßen und ihren Umfeldern angepasst werden sollten.

Zudem müsse in die ständige Analyse der Infrastruktur von Straßen investiert werden. Die Sicherheit einer Straße sollte regelmäßig überprüft werden und diese Beobachtungen sollten in die Unterhaltsprogramme einfließen.