Ex-Minister Antoine Duquesne gestorben

Der liberale Politiker und ehemalige belgische Innenminister Antoine Duquesne ist tot. Sein Gesundheit hatte sich über einen längeren Zeitpunkt hinweg verschlechtert, wie seine Partei, die liberale frankophone Reformbewegung MR, am Donnerstag bekanntgab.

Antoine Duquesne bekleidete das Amt des belgischen Außenministers in der ersten Regenbogenkoalition unter Guy Verhofstadt. In seine Amtszeit fiel unter anderem die umfassende Polizeireform in Belgien. Der promovierte Jurist Duquesne gehörte Jahrzehnte lang zu den führenden Köpfen der frankophonen Liberalen in unserem Land. Er begann seine Laufbahn als Kabinettschef verschiedener Minister.

1988 wurde er zum ersten Mal in den Senat gewählt, danach wurde er Kammerabgeordneter und Europaparlamentarier. Zwischen 1995 und 1999 war er auch Bürgermeister von Manhay in der Provinz Luxemburg. Er kam zwar 1941 im Brüsseler Stadtteil Elsene zur Welt, doch er fühlte sich zeitlebens zu den Ardennen hingezogen.

Zwischen 1990 und 1992 war er Parteipräsident der PRL und von 2003 bis 2004 auch kurzzeitig der Nachfolgepartei MR. 2002 ernannte ihn König Albert II. zum Staatsminister. 2006 erlitt der liberale Politiker einen Gehirnschlag und zog sich aus der Politik zurück.