Belgischer Film gewinnt Roms Filmpreis

Die belgisch-französische Produktion "Kill Me Please" von Olias Barco, eine groteske Komödie mit den Themen Selbstmord und Sterbehilfe, ist auf dem Filmfestival in Rom als bester Film ausgezeichnet worden. "Atem" wurde ebenfalls ausgezeichnet. Der Film von Hans Van Nuffel bekam den Preis von der Jugendjury.

In den Hauptrollen von "Kill me please" spielen die belgischen Schauspieler Benoit Poelvoorde und Virginie Efira. Der Film in  schwarz-weiß mit schwarzem Humor erinnert stark an den makabren und schwarzen Kultfilm "C'est arrivé près de chez vous" ("Mann beißt Hund") aus dem Jahr 1992, der Poelvoorde zum Durchbruch verhalf.

"Kill me please" handelt von einem Arzt, Doktor Kruger, der  Selbstmord zum einfachen medizinischen Eingriff machen möchte. 

Seine Klinik für Selbstmörder zieht seltsame Patienten an, zum Beispiel einen kanadischen Handelsvertreter, einen Erben aus Luxemburg und einen Kabarettsänger aus Berlin.

Die Geschichte lehnt sich an die Schweizer Klinik Dignitas an, die 1998 von dem Anwalt Ludwig Minelli gegründet wurde und in der schwer kranken Menschen geholfen wird, zu sterben.

Auch "Atem" (Foto) hat in Rom einen Preis erhalten. Der Film über Mukoviszidose bekam den Preis in der Kategorie Alice in the City. Bei dieser Kategorie sitzen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren in der Jury.

Atem wurde übrigens zwei Mal in zwei Tagen ausgezeichnet. Im kanadischen Abitibi ist "Atem" in der Nacht zum Samstag mit dem "Grand prix hydro-Québec" ausgezeichnet worden. Letztes Jahr ging dieser Preis nach "Mädchen" von Geoffrey Enthoven.

Insgesamt 16 Filme waren im Wettbewerb des diesjährigen Festivals, das sich im wesentlichen als Publikumsfest versteht. Den Vorsitz der internationalen Jury hatte der italienische Regisseur und Schauspieler Sergio Castellitto inne.