Streikposten bei Brink's angegriffen

In Strépy im Hennegau haben in der Nacht zum Sonntag vier Jugendliche zwei Mitarbeiter des Geldkurierunternehmens Brink's angegriffen. Die Brink’s-Mitarbeiter streiken derzeit. Aufgrund des Streiks sind viele Geldautomaten leer und immer mehr Geschäfte haben kein Wechselgeld mehr.

Die vier Jugendlichen sollen mit der Faust auf die beiden Streikposten in der Brink’s-Filiale in Strépy losgegangen sein. Der Grund für das aggressive Verhalten ist nicht bekannt. Augenzeugen berichten, dass die vier sehr angetrunken gewesen sein sollen. Drei von ihnen sind inzwischen festgenommen worden. 

Die beiden Mitarbeiter von Brink's wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.

Streik bei Brink's geht weiter

Der Streik beim Anbieter von Sicherheitstransporten Brink's geht inzwischen weiter. Der Streik dauert nun schon seit 11 Tagen an und die Folgen in den Geschäften und an den Geldautomaten sind deutlich spürbar. 

So wird das Kleingeld knapp, Bargeld wird nicht mehr abgeholt und viele Geldautomaten sind bereits leer.

Der Einzelhandelsverband Fedis hatte dazu aufgerufen, möglichst mit Karte zu zahlen, weil die Händler kaum noch Wechselgeld hätten und nicht gerne große Mengen an Bargeld ansammelten. Trotzdem ist es am Samstag noch nicht zu einem außergewöhnlichen Anstieg von Zahlungen per Karte gekommen. Es konnte lediglich ein leichter Anstieg  bei Einkäufen mit Karte festgestellt werden. Das sagt das Unternehmen Atos Worldline, das den elektronischen Zahlungsverkehr in unserem Land abwickelt.

Die belgische Arbeitsministerin Joëlle Milquet hat inzwischen wissen lassen, dass sie sich  in den Sozialkonflikt bei Brink's einschalten werde. Sie will am Montag mit der Direktion sprechen.

Ministerin Milquet will "eine Lösung, die finanziell haltbar und für die Arbeiter akzeptabel ist".

Die Geldtransportfahrer protestieren, weil sie von einem Angestelltenverhältnis in ein Arbeiterverhältnis wechseln sollen.

Die belgische Innenministerin Annemie Turtelboom hatte vor kurzem schon die Polizei gebeten, große Warenhäuser und Bankfilialen zu bewachen. Sie wies auch die Nationalbank an, Geldtransporte zu übernehmen. Die streikenden Geldfahrer warfen der Ministerin wiederum vor, den Streik brechen zu wollen. Das  wies die Ministerin zurück und betonte, dass es allein darum ginge, die Sicherheit zu gewährleisten.