Neues Abkommen über die Soldatengräber

Flandern wird in Zukunft enger mit den Commonwealth-Staaten zusammenarbeiten, wenn es um die Frage der Kriegsgräberpflege am Rande der ehemaligen Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs geht.

Flanderns Landeskulturerbeminister Geert Bourgeois (N-VA - kleines Foto) schloss dazu ein Abkommen am Waffenstillstandstag, dem 11. November, ein Abkommen mit der Commonwealth War Graves Commission ab.

Alan Pateman-Jones, der Direktor der Commonwealth War Graves Commission, unterzeichnete dieses Abkommen am Rande der Zeremonie zum Ende des Ersten Weltkriegs in Ypern. Diese Stadt, die im Zentrum der so genannten "Flanders Fields“ zu einem Symbol geworden ist, bot den geeigneten Rahmen für die Unterzeichnung eines solchen Abkommens.

Die Kommission kümmert sich um die rund 205.000 Gräber von britischen Soldaten und deren Kameraden aus dem Commonwealth auf flämischem Boden. Zudem befinden sich in der Westhoek in der Provinz Westflandern rund 600 Memorials, an denen der britischen Gefallenen des Großen Krieges gedacht wird. Auch diese Stätten werden von der Kommission gepflegt und unterhalten.

Flandern will zudem in der westflämischen Ortschaft Zonnebeke finanziell dabei helfen, ein neues Besucherzentrum zu errichten, das sich der Geschichte der Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs widmet.

Hier soll den Besuchern unter anderem das Thema Kriegsgräberpflege nahe gelegt werden, denn die britischen Gedenkstätten und Soldatenfriedhöfe gehören auf der anderen Seite des Ärmelkanals zum Kulturerbe.