Noch keine Lösung im Brink’s-Sozialkonflikt

Bundesarbeitsministerin Joëlle Milquet (CDH) hatte den Versuch unternommen, im Sozialkonflikt zwischen dem Personal und dem Management der Geldtransportfirma Brink’s zu vermitteln. Doch ihre Bemühungen scheiterten an der harten Haltung beider Seiten.

"Ich bin sehr pessimistisch darüber, ob es zu einer Lösung kommen wird.“, so der Kabinettschef Ministerin nach dem diese ihre Bemühungen erfolglos abgebrochen hatte.

Die Arbeitsministerin hatte die Direktion und die Gewerkschaften noch einmal an einen Tisch gebracht, um gemeinsam eine Lösung für den Tarifkonflikt zu finden.

Dies ist dringend notwendig, denn der Streik der Geldtransporteure dauert seit mehr als zwei Wochen und sorgt in einigen Bereichen der Gesellschaft bereits für empfindliche Probleme durch Bargeldmangel – zum Beispiel sind die Geldautomaten einiger Banken leer und Großwarenhäuser haben sich auf anderem Wege Wechselgeld für ihre Kassen besorgen müssen.

Das Management von Brink’s will, dass das Personal des Unternehmens das Statut des Angestellten mit dem des Arbeiters tauscht. Dies verlangt der amerikanische Hauptanteilseigner des Unternehmens. Doch Teile dieses Plans sind für die Gewerkschaften unannehmbar. Sie wollen zum Beispiel die Kündigungsfristen von Angestellten behalten. Doch das Management verlangt vom Personal, dass es die Vorschläge vorbehaltlos annimmt, was mittlerweile zu einer vollständigen Pattsituation führt.

Nun droht hinter vorgehaltener Hand eine Liquidierung des Unternehmens durch eine Initiative von Seiten der amerikanischen Anteilseigner. Durch den langen Arbeitskampf schreibt Brink’s in Belgien mittlerweile tief rote Zahlen.