"Deutschsprachige nicht vergessen!"

Karl-Heinz Lambertz (SP), der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, hofft, dass seine Region bei den Verhandlungen zur Staatsreform nicht vergessen wird. Im VRT-Frühstücksradio forderte er ein Belgien mit vier Regionen.

Aus Anlass des Feiertags der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien am 15. November, erinnerte Ministerpräsident Lambertz an die Wünsche seiner Region, die anstehende Staatsreform betreffend.

Im VRT-Frühstücksprogramm "De ochtend - Der Morgen“ nahm er vorweg, dass die Staatsreform ein Kompromiss zwischen Flamen und Frankophonen sein wird: "Wir hoffen, dass der Schwerpunkt der Zuständigkeiten, wenn Belgien sich verändern wird, an die Teilstaaten geht und wir hoffen, dass die Deutschsprachigen dabei nicht vergessen werden.“

Das deutschsprachige Ostbelgien will eine der föderalisierten Einheiten dieses Landes bleiben. "Wir fordern kein Belgien aus zwei oder drei Ländern und Regionen, sondern ein Belgien mit vier Einheiten“, so Lambertz, der allerdings hinzufügte, dass Flandern und Wallonien darin die beiden großen Partner sind.

"Die Deutschsprachigen sind, wie jeder andere, Befürworter von kohärenten Zuständigkeitspaketen und einer Übertragung von mehr Verantwortung.“, so Lambertz weiter. Doch gerade letzteres ist einer der Zwistpunkte zwischen Flamen und Frankophonen. Der Landesvater der deutschsprachigen Belgier erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es logisch ist, zumindest teilweise über die eigenen Einkommen zu bestimmen, wenn dies im Zuge der Staatsreform auch für die eigenen Ausgaben der Fall ist.

Es müsse zu einem Kompromiss kommen, so Lambertz, der allerdings auch feststellt, dass "der Teufel im Detail liegt“